Sachsen verliert Jobs – und die Politik redet sich heraus: FDP fordert radikalen Kurswechsel

Sachsen hat 2025 bundesweit die meisten Arbeitsplätze verloren. 15.000 Erwerbstätige weniger, ein Rückgang von 0,7 Prozent – stärker als in jedem anderen Bundesland. Während Deutschland insgesamt stagniert und Westdeutschland leicht wächst, rutscht der Freistaat wirtschaftlich ab. Besonders hart trifft es Industrie, Bau, Landwirtschaft, Selbstständige und kleine Betriebe. Wachstum gibt es ausgerechnet dort, wo der Staat selbst beschäftigt.

Für die Freien Demokraten Sachsen ist das kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger politischer Fehlanreize.

Der FDP-Landesvorsitzende Matthias Schniebel sagt:

„Sachsen verliert Arbeitsplätze, weil Leistung sich immer weniger lohnt und Verantwortung immer stärker bestraft wird. Wer arbeitet, gründet oder investiert, wird reguliert, kontrolliert und belastet. Wer verwaltet, wächst. Das ist eine gefährliche Schieflage.“

Die aktuellen Zahlen zeigen: Der stärkste Rückgang betrifft Selbstständige, mithelfende Familienangehörige und flexible Beschäftigungsformen. Genau dort, wo wirtschaftliche Dynamik entsteht, zieht sich der Staat immer weiter zu. Gleichzeitig schrumpfen die produktiven Branchen – während der öffentliche Sektor wächst.

„Das ist kein konjunkturelles Problem, das ist politisch gemacht“, so Schniebel weiter. „Hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie, starre Arbeitszeitregeln und ein permanentes Misstrauen gegenüber unternehmerischer Initiative treiben Jobs aus Sachsen.“

In diesem Kontext bewertet die FDP Sachsen auch die aktuelle Debatte über eine Einschränkung von Teilzeitmöglichkeiten als vollkommen verfehlt. Nicht die Menschen arbeiten zu wenig – die Rahmenbedingungen machen Mehrarbeit unattraktiv oder schlicht unmöglich.

„Wer heute mehr arbeiten will, wird durch Steuern, Abgaben und fehlende Betreuungsangebote ausgebremst“, erklärt Schniebel. „Es lohnt sich oft nicht, zusätzliche Stunden zu leisten. Und in vielen Familien scheitert Mehrarbeit ganz banal an unflexiblen Betreuungszeiten, die nicht zu modernen Arbeitsrealitäten passen oder einem Staat, der Lebensrealitäten ignoriert.“

Die FDP Sachsen stellt klar: Der Arbeitsmarkt leidet nicht an mangelnder Bereitschaft, sondern an mangelnder Freiheit. Wer ernsthaft will, dass mehr gearbeitet wird, muss Anreize schaffen statt moralischen Druck aufzubauen.

Die Freien Demokraten fordern deshalb einen radikalen Kurswechsel: Arbeit muss sich wieder lohnen. Mehr Netto vom Brutto, steuerfreie Überstunden, flexible Arbeitszeitmodelle, echte Wahlfreiheit für Familien, verlässliche Kinderbetreuung und ein Ende der pauschalen Regulierung von Selbstständigen und kleinen Betrieben.

„Sachsen braucht keine Arbeitsappelle, sondern eine Politik, die Arbeit ermöglicht“, so Schniebel abschließend. „Wenn wir weiter zuschauen, wie produktive Arbeitsplätze verschwinden und der Staat wächst, verlieren wir nicht nur Jobs, sondern wir verlieren Zukunft.“

Die FDP Sachsen stellt sich  entschieden gegen eine Politik, die Beschäftigung verwaltet, statt Wachstum zu ermöglichen. Der Freistaat braucht wieder Mut zur Freiheit, zur Leistung und zur Verantwortung – sonst wird der heutige Negativrekord zur neuen Normalität.