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Gute Bildung braucht mehr als gute Absichten

„Ein Thermometer heilt kein Fieber“, so Schniebel. „Genauso wenig verbessert eine Diagnose allein die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler. Entscheidend ist, welche Konsequenzen wir daraus ziehen. Gute Bildung braucht ausreichend Lehrkräfte und einen Unterricht, der nachweislich wirkt.“

Sachsens Kultusminister Conrad Clemens hat recht: Wenn die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler trotz besserer Ausstattung zurückgehen, darf niemand zur Tagesordnung übergehen. Für die FDP Sachsen ist das ein deutliches Signal, dass Bildungspolitik nicht länger nur über Stellenpläne, Ausstattung oder Unterrichtsformen diskutieren darf. Entscheidend ist, was am Ende bei den Schülerinnen und Schülern ankommt.

Der Landesvorsitzende der FDP Sachsen, Matthias Schniebel, erklärt:

„Mich interessiert nicht zuerst, wie viele Konzepte geschrieben oder wie viele Projekte gestartet werden. Mich interessiert, ob ein Kind nach vier Schuljahren sicher lesen, schreiben und rechnen kann. Daran muss sich Bildungspolitik messen lassen.“

Die FDP Sachsen unterstützt das Ziel, Unterricht weiterzuentwickeln und Lernstände frühzeitig zu erkennen. Diagnostik ist dafür ein wichtiges Instrument. Sie darf aber nicht bei Tabellen und Auswertungen enden. Wer Defizite feststellt, muss konsequent fördern und erfolgreiche Unterrichtskonzepte schneller in die Fläche bringen.

„Ein Thermometer heilt kein Fieber“, so Schniebel. „Genauso wenig verbessert eine Diagnose allein die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler. Entscheidend ist, welche Konsequenzen wir daraus ziehen. Gute Bildung braucht ausreichend Lehrkräfte und einen Unterricht, der nachweislich wirkt.“

Die FDP Sachsen warnt zugleich davor, den demografischen Wandel ausschließlich unter dem Blickwinkel sinkender Schülerzahlen zu betrachten. Kleinere Jahrgänge eröffnen die Möglichkeit, Unterricht stärker auf die Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler auszurichten und Lehrkräfte gezielt zu entlasten.

„Jedes Kind hat nur eine Schulzeit“, betont Schniebel. „Deshalb dürfen wir uns nicht mit durchschnittlichen Ergebnissen zufriedengeben. Unser Anspruch muss sein, dass jedes Kind in Sachsen die bestmögliche Bildung erhält, unabhängig davon, wo es lebt oder welche Voraussetzungen es mitbringt. Daran sollte sich jede bildungspolitische Entscheidung messen lassen.“