FDP Sachsen: Schwarzarbeit bekämpft man nicht mit mehr Formularen, sondern mit weniger Belastung
Zur Warnung der Handwerkskammer Dresden vor zunehmender Schwarzarbeit erklärt der Landesvorsitzende der FDP Sachsen, Matthias Schniebel:
„Wenn Schwarzarbeit zunimmt, ist das kein Zeichen dafür, dass die Menschen plötzlich ihre Ehrlichkeit verloren haben. Es ist ein Warnsignal dafür, dass legale Arbeit immer unattraktiver wird.
Wer heute einen Handwerker beauftragt, sieht sich mit einer immer größeren Lücke zwischen dem Preis auf der Rechnung und dem Betrag konfrontiert, der am Ende beim Beschäftigten oder Betrieb ankommt. Hohe Steuern, steigende Sozialabgaben und immer neue staatliche Belastungen treiben diese Entwicklung voran.
Die Handwerkskammer Dresden und das ifo-Institut benennen die Ursachen klar. Die schwierige Konjunkturlage verschärft die Situation zusätzlich. Wer darauf ausschließlich mit mehr Kontrollen und zusätzlichen Formularpflichten antwortet, bekämpft die Symptome, aber nicht die Ursachen.
Natürlich müssen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung konsequent verfolgt werden. Wer sich nicht an die Regeln hält, verschafft sich einen unfairen Vorteil gegenüber den vielen ehrlichen Handwerksbetrieben im Freistaat. Diese Betriebe verdienen Schutz und faire Wettbewerbsbedingungen.
Wer Schwarzarbeit wirksam zurückdrängen will, muss jedoch legale Arbeit wieder attraktiver machen. Sachsen und Deutschland brauchen endlich eine Entlastung bei Steuern und Sozialabgaben. Arbeit muss sich wieder lohnen, für Arbeitnehmer ebenso wie für Handwerksbetriebe.
Es ist kein Zufall, dass Schwarzarbeit gerade in Zeiten wirtschaftlicher Schwäche zunimmt. Wenn die Politik immer höhere Belastungen beschließt und gleichzeitig die Realeinkommen stagnieren, darf sie sich über Ausweichreaktionen nicht wundern.
Die beste Bekämpfung von Schwarzarbeit ist nicht der nächste Formularstapel. Die beste Bekämpfung von Schwarzarbeit ist ein Staat, der ehrliche Arbeit nicht länger unnötig verteuert.“