FDP Sachsen: Sachsen spart sich den Sport kaputt - Prioritätensetzung im Haushalt für Sport und Ehrenamt

Mit Blick auf den neuen Doppelhaushalt des Freistaats Sachsen übt die FDP Sachsen scharfe Kritik an der Staatsregierung. Die angekündigten drastischen Kürzungen im Sportbereich stehen im Widerspruch zu den vollmundigen Bekenntnissen aus dem Koalitionsvertrag. Während über 720.000 Mitgliedschaften in mehr als 4.300 Vereinen im Freistaat dokumentieren, wie tief der Sport in der Gesellschaft verankert ist, werden den tragenden Strukturen die finanziellen Grundlagen entzogen. Die Freien Demokraten fordern ein Umdenken in der Prioritätensetzung – und Taten statt Lippenbekenntnisse.

„Wenn im Koalitionsvertrag steht: ‚Sachsen ist ein Land des Sports‘, dann muss sich das auch im Haushalt widerspiegeln. Stattdessen erleben wir das Gegenteil: 15 Millionen Euro weniger für Sport. Das ist kein Bekenntnis zum Sportstandort, das sorgt für ein riesiges Fragezeichen bei allen Ehrenamtlichen, Übungsleitern und Nachwuchssportlern im Land“, erklärt Philipp Hartewig, Generalsekretär der FDP Sachsen und Sportpolitiker.

Hartewig weiter: „Die Staatsregierung redet von Haltung, Teamgeist, Disziplin und sozialem Return – aber der neue Haushalt liefert Kürzungen, Stillstand und keine Perspektive. Das ist ein scheinheiliges Eingeständnis der Staatsregierung. Der organisierte Sport leistet mit über 80.000 Ehrenamtlichen eine unverzichtbare Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Strukturen sind keine Sparmasse, sondern gehören zur Daseinsvorsorge. Es ist ein Widerspruch, wenn der Ministerpräsident vom ‚Wachstum für Sachsen‘ redet, gleichzeitig aber zentrale Zukunftsinvestitionen zurückgefahren werden. Wer Sport kürzt, spart an der Zukunft unseres Landes. Hier erwarten wir trotz angespannter Haushaltslage eine andere Prioritätensetzung.“