23.000 Industriearbeitsplätze weniger – das ist kein Strukturwandel, das ist politisches Versagen
Zu den massiven Beschäftigungsverlusten in der sächsischen Industrie erklärt der Landesvorsitzende der FDP Sachsen, Matthias Schniebel:
Seit 2019 sind in Sachsens Industrie rund 23.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Allein 2025 verschwanden über 6.000 Stellen in den größeren Betrieben. Die Kapazitätsauslastung liegt deutlich unter dem Normalniveau. Wer diese Entwicklung noch als bloße konjunkturelle Schwächephase bezeichnet, verweigert sich der Realität, wir erleben keinen vorübergehenden Ausschlag, sondern einen strukturellen Trendbruch.
Matthias Schniebel erklärt:
„Industriearbeitsplätze verschwinden nicht zufällig. Sie verschwinden, wenn Energie künstlich verteuert wird, wenn Bürokratie Investitionen lähmt und wenn politische Unsicherheit Planung unmöglich macht. Das ist kein Schicksal, sondern das Ergebnis konkreter politischer Fehlentscheidungen.“
Sachsen verliert industrielle Substanz, weil sich Leistung immer weniger lohnt. Unternehmen kämpfen mit hohen Energiekosten, überlangen Genehmigungsverfahren und stetig wachsenden Dokumentationspflichten. Gleichzeitig wächst die internationale Konkurrenz schneller, flexibler und günstiger.
Statt den Standort zu stärken, wird reguliert, dokumentiert und verteuert. Wer so handelt, darf sich über abwandernde Investitionen nicht wundern.
Schniebel weiter:
„Jeder verlorene Industriearbeitsplatz ist ein verlorenes Stück Wohlstand. Wenn wir weiter zuschauen, wird aus dem schleichenden Abbau ein dauerhafter Standortschaden.“
Die FDP Sachsen fordert einen radikalen Kurswechsel. Der Freistaat muss sich im Bund für wettbewerbsfähige Energiepreise einsetzen und zugleich eigene landesrechtliche Spielräume konsequent nutzen. Genehmigungen müssen drastisch beschleunigt und bürokratische Lasten konsequent abgebaut werden. Auch auf Landesebene braucht es schnellere Verfahren und weniger zusätzliche Auflagen. Industriepolitik darf nicht darin bestehen, Unternehmen zu belehren, sondern muss ihnen ermöglichen, erfolgreich zu sein.
„Nicht der Markt ist das Problem. Das Problem sind politische Rahmenbedingungen, die Wachstum verhindern. Sachsen braucht wieder Mut zur Freiheit statt Vertrauen in Verordnungen.“
Die Zeit für Lagebeschreibungen ist vorbei. Wer Industrieland bleiben will, muss endlich handeln.